Ein Projekt von Jürgen Habermas, die Ethik von den göttlichen Geboten in die menschliche Verantwortung zu verlagern.

Diskurs-Ethik bei Jürgen Habermas:

Die fehlende gemeinsame moralische Grundlage in der nach-religiösen Gesellschaft wird durch Auseinandersetzungen immer wieder neu hergestellt.

Jeder argumentative Sprechakt impliziert vier Geltungsansprüche
  • auf Wahrheit
  • auf Wahrhaftigkeit
  • auf normative Richtigkeit
  • auf Verständlichkeit der Aussage

Damit Diskurspartner diese Ansprüche gegeneinander erheben können, ist vorausgesetzt:
  • Argumente werden erst genommen; das stärkere Argument zählt
  • Alle rational gestützten Ansprüche aller Glieder der Kommunikationsgemeinschaft, auch künftiger,zählen;
  • Eigene Ansprüche können ausschließlich durch Argumente gerechtfertigt werden;
  • Diskurspartner unterstellen sich wechselseitigWahrhaftigkeit
Erfüllt sind diese Voraussetzungen nur in einer idealen Kommunikationsgemeinschaft.

Nach Jürgen Habermas werden folgende Bereiche angesprochen:
  • Strategisches und kommunikatives Handeln
  • Lebenswelt
  • Universalisierungsprinzip
  • Diskursvoraussetzungen
  • Gesellschaft
  • Das Begründungsproblem
...
Diskursvoraussetzungen:
Sie umfassen drei Ebenen:
1. Die logische Ebene der Produkte
2. Die dialektische Ebene der Prozeduren
3. Die rhetorische Ebene der Prozesse

Die Diskursehtik akzeptiert das als Norm, was den allgemeinen Konsens der möglicherweise Betroffenen finden könnte.

Diskurs-ethische Auseinandersetzung im Forumtheater